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MonatsKalender April 2007

Aus dem Parzival-Projekt der Klasse 11b

Liebe Leserin und lieber Leser,


Nach hoffentlich schönen und erholsamen Osterferien erhalten Sie heute unseren aktuellen MoKa. Die lange Pause hängt mit umfangreichen Arbeiten im Hintergrund zusammen: Künftig können Sie den Monatskalender auch im Internet nachlesen. Dadurch entsteht ein kleines öffentliches Archiv auch für die älteren Ausgaben.

Wegen der Nähe des Termins möchten wir Sie schon hier auf einen interessanten Vortrag aufmerksam machen: Am Dienstag, dem 24. April, wird der bekannte Politiker und Publizist Freimut Duve im Kleinen Saal einen Vortrag über sein Leben halten, dem am nächsten Vormittag eine Arbeit mit unserer Oberstufe folgt.

Zum Schluss noch eine dringende Bitte zur Verbesserung unserer Öffentlichkeitsarbeit: Wir brauchen wieder einen Verteiler für Plakate, Handzettel und andere Druckerzeugenisse, die wir weit streuen müssen. Wenn Sie sich vorstellen können, bei der Erstellung und Pflege dieser Verteilerliste zu helfen, schreiben Sie mir bitte eine eMail oder wenden Sie sich an das Schulsekretariat.

Nun wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und einen schönen Frühsommer!

Ihr Henning Kullak-Ublick

(PS: Falls Sie den MoKa lieber auf Papier lesen möchten, drucken Sie ihn bitte aus.)

Lesen Sie in dieser Ausgabe

  • Termine
  • Schulreform 2007 - Was heißt das für die Waldorfschulen
  • Kleinanzeigen
  • Ansprechpartner

Termine

Elternrat

  • 7.05.07
  • 21.05.07
  • 5.06.07

Aktuelles

Schulreform 2007 - Was heißt das für die Waldorfschulen?

(Vorläufiger Text eines Flyers, den die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Schleswig-Holstein im Rahmen der Kampagne "100%" veröffentlichen wird.)

Zwei wichtige Neuerungen des neuen Schulgesetzes sind die Gemeinschaftsschulen mit gemeinsamem Lernen bis Klasse 10 und die Zusammenführung von Haupt- und Realschulen zu Regionalschulen. Die Gemeinschaftsschulen kommen auf Betreiben der SPD, die Regionalschulen auf das der CDU zustande.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt stellt das neue Schulgesetz zugleich aber die Schulen in freier Trägerschaft - und damit vor allem auch die Waldorfschulen - zum wiederholten Male schlechter: Deren Finanzhilfe wird um 5 bis 7 Prozent gekürzt werden! Während die Regierung einerseits einen Schritt hin zur besseren Förderung des einzelnen Kindes tut, benachteiligt sie erneut ausgerechnet jene Schulen, die (ermöglicht durch einen überdurchschnittlichen Einsatz von Eltern und Lehrern) schon lange Vorreiter für eine kindgerechte und zeitgemäße Pädagogik sind.

Ein weitaus effizienterer Weg wäre es, alle Schulen gleich zu behandeln und damit einen fairen Wettbewerb der pädagogischen Initiativen zu fördern. Mindestens könnte die Große Koalition dafür sorgen, dass die Waldorfschulen nach den gleichen Grundsätzen behandelt werden wie die Dänischen Schulen.

Beispiele für eine faire Mittelzuweisung gibt es in unserer Nachbarschaft genug - man schaue nur auf die skandinavischen Länder oder auf die Niederlande. Dort ist die gleichberechtigte Bezuschussung der freien Schulen längst als pädagogischer Innovationsquell erkannt und umgesetzt worden.

So lange Schleswig-Holstein jedoch daran festhält, jeden echten pädagogischen Wettbewerb "unter Strafe" zu stellen, wird unser Land im Hinblick auf die Vielfalt des schulischen Angebots weiter die rote Laterne in Deutschland behalten - mit Blick auf die Zukunft unseres Landes ein politisches Armutszeugnis.

Schulreform 2007 - zu Lasten der freien Schulen?

Die Landesregierung beabsichtigt, mit dem neuen Schulgesetz die Zuschüsse für unsere Schulen überproportional zu kürzen! Dies würde zur Folge haben, dass im Jahre 2008 für jeden Schüler und jede Schülerin einer freien Schule vom Bildungsministerium des Landes etwa 5 bis 7 Prozent weniger ausgezahlt würde.

Zugleich ist mit der vorliegenden Schulgesetzänderung für die Dänischen Schulen eine deutliche Zuschusserhöhung beabsichtigt, indem man deren 100-Prozent-Zuschuss auf den aktuellen Stand der vom Statistischen Landesamt ermittelten Schülerkosten bringt - was den anderen freien Schulen verwehrt wird. Wir gönnen dies den Dänischen Schulen, erwarten aber, dass eine Zuschusserhöhung auf der einen Seite nicht durch eine Zuschusssenkung bei uns finanziert wird.

Die realen Zuschusssätze für die Waldorfschulen (Klasse 5 bis 13) in Schleswig-Holstein sind seit Anfang der 90er Jahre auf gleicher Höhe geblieben - ein Vorgang, der bundesweit ohne Vorbild ist. Nicht zuletzt die Untersuchung des Steinbeis-Transferzentrums über die Kosten des staatlichen Schulwesens in Schleswig-Holstein hat 2005 nachgewiesen, dass mit der Art und Weise der Finanzhilfe des Landes eine systematische und hohe Unterfinanzierung der Schulen in freier Trägerschaft vorliegt.

Freie Schulen sollten jedoch grundsätzlich den gleichen Anspruch auf Förderung und finanzielle Ausstattung haben wie staatliche Schulen! Grundlage für die Zuschussberechnung können deshalb nur die tatsächlichen, aktuellen Kosten des staatlichen Schulwesens sein.

Schulreform 2007 - 100 Prozent Zuschuss für 100 Prozent Schule!

"100% Schule für nur 60% Zuschuss ..." Das ist es, was die Landesregierung den freien Schulen und deren Eltern und Lehrern abverlangt. Denn tatsächlich decken die Zuschüsse des Landes statt der gesetzlich festgelegten 80% lediglich rund 60% der Kosten, die Schüler/innen im Landesdurchschnitt verursachen. Das hat die Kostenuntersuchung des Steinbeis-Transferzentrums schon für das Jahr 2005 festgestellt.

Diese chronische Unterfinanzierung unserer Schulen hat ihre Ursache darin, dass die Zuschussberechnung auf veralteten und zum Teil auch sachlich nicht zutreffenden Kostenstatistiken beruht. Deshalb ist es unausweichlich, die Zuschussberechnung für die freien Schulen wieder an die statistischen Kostenberechnungen des jeweiligen Vorjahres anzukoppeln und von 80 % mindestens wieder auf 85% anzuheben - wie dies in Schleswig-Holstein noch in den 80er Jahren selbstverständlich war und wie es zum Beispiel unsere Nachbarn in Hamburg durch eine stufenweise Anhebung ihrer Zuschüsse schon bald wieder erreichen werden.

Denn durch eine weitere Erhöhung der Elternbeiträge kann die langjährige, offenkundige Benachteiligung der Waldorfschulen hierzulande nicht mehr aufgefangen werden! Sogar der schleswig-holsteinische Landesrechnungshof hat bereits 2004 für die Waldorfschulen festgestellt, dass "Möglichkeiten zur Erhöhung der eigenen Einnahmen [...] kaum noch vorhanden" sind!

100% - Ihre Waldorfschulen!

 

Adressen, Ansprechpartner

Schulleitungskonferenz (SLK)
Herr Bennett, Herr Fitsch, Herr Kullak-Ublick, Herr Röh, Herr Tilly

Vorstand
Frau Willimzig-Brozus, Frau Clasen, Herr Dr. Hautz, Herr Koch, Herr Kullak-Ublick, Herr Langer, Herr Riedel, Frau Schläger-Carstensen
Koordination: Herr Fitsch (0461-90325-0)

Elternrat
Ansprechpartner: Frau Brück (04631-8705), Herr Carstensen (04638-1529)

Vertrauenskreis
Herr Elsler (04608-6775), Herr Fliege (04632-875087), Frau Hillendahl (04638-7523), Frau Boderius (04602-750), Herr Schmid (04602-1386)

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