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Goethe zu Fukushima:

Ein Sämann im 21. Jahrhundert

Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
bist schon lange Knecht gewesen:
nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
oben sei ein Kopf,
eile nun und gehe
mit dem Wassertopf!

Walle! walle
manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
und mit Blitzesschnelle wieder
ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
kann ichs lassen;
will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Mine! welche Blicke!

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
steh doch wieder still!

Willst am Ende
gar nicht lassen?
Will dich fassen,
will dich halten
und das alte Holz behende
mit dem scharfen Beile spalten.

Seht da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
gleich, o Kobold, liegst du nieder;
krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
stehn in Eile
schon als Knechte
völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu diesem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."
(Johann Wolfgang von Goethe: Der Zauberlehrling)

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie dieses Gedicht und das oben abgebildete  säende Kind gemeinsam auf sich wirken lassen, erzählt das vielleicht mehr darüber, wofür wir heute Schule machen, als alle Regierungsprogramme zusammen.

Ein Beispiel für die Fähigkeitenbildung in einem übergreifenden Prozess und zugleich einen hinreißenden Theaterabend bietet Ihnen schon am nächsten Wochenende die Klasse 8b. Lesen Sie mehr dazu weiter unten. Eine interessante Lektüre mit diesem MoKa und einen schönen April wünscht Ihnen
Ihr Henning Kullak-Ublick


Der nächste MoKa erscheint Anfang Mai. Bitte reichen Sie Ihre Termine, Manuskripte, Leserbriefe oder Anzeigenwünsche spätestens am 27. April ein - am besten im reinen Textformat (Dateiendung .txt), Bilder getrennt.

Lesen Sie in dieser Ausgabe

  • Termine
  • Anatevka
  • Ausflug der Klasse 3b
  • Kultur und Suppe
  • 10 Jahre Praxis für Entwicklungshilfe
  • Event-Manager
  • Der Ladenhof lädt ein
  • Bericht aus Indien
  • Kleinanzeigen
  • Ansprechpartner

Termine

April 2011

  • Samstag 02.04.2011 10 Uhr | Jahresarbeiten Klasse 8a
  • Freitag 08.04.2011 18.30 Uhr | Anatevka: Klassenspiel Klasse 8b             „
  • Samstag 09.04.2011 17.30 Uhr | Anatevka: Klassenspiel Klasse 8b
  • Sonntag 10.04.2011 17.30 Uhr | Anatevka: Klassenspiel Klasse 8b
  • Donnerstag 14.04.2011 | Letzter Schultag
  • 15.04.-29.04.2011 | Osterferien
  • Montag 02.05.2011 | Erster Schultag

Vorschau Mai 2011

  • 03.-06.05.2011 | Oberstufen- Ensemble- Probentage
  • 15.05.2011 11 Uhr | Jugendfeier
  • 18.05.2011 19 Uhr | Oberstufen-Ensemble-Konzert
  • 20./21.05.2011 | Sommerputz
  • 26./27./28.05.2011 | „Der goldene Brunnen“ von Otfried Preußler Klassenspiel der Klasse 6a

Elternabende 20 Uhr, wenn nicht anders angegeben

  • Di. 05.04.2011 19.45 Klasse 4a Frau Schmidt
  • Di. 05.04.2011 19.30 Klasse 2a Frau Söth
  • Di. 05.04.2011 Klasse 10b Frau Mann/ Herr Langen
  • Mo.09.05.2011 Klasse 4b Frau Wecker

Elternrat Mo. 20 Uhr

  • 11.04.2011
  • 09.05.2011
  • 23.05.2011

Anatevka

Dem Musical „Anatevka" (Fiddleron the Roof/Uhraufführung 1964) liegt die literarische Vorlage von Scholem Aleichem zugrunde, die dann von Joseph Stein (Textbuch), Jerry Bock (Musik) und Sheldon Harnick (Liedtexte) bearbeitet wurde.

In dem russisch-ukrainischen Dörfchen Anatvaka treffen wir in der vorrevolutionären Zeit um 1905 auf eine kleine, lebendige, jüdische Gemeinde, die trotz Armut und Anfeindung von außen ihren Lebensmut und Humor behält.

Im Mittelpunkt stehen Tevje, der Milchmann mit seiner Frau Golde und den fünf Töchtern. Feste Traditionen und tiefe Frömmigkeit geben der Familie Halt und seelische Zufriedenheit. Diese traditionsbewusste Lebensweise gerät ins Wanken, als die drei ältesten Töchter ins heiratsfähige Alter kommen. Alles, was bisher galt, wird von ihnen Schritt für Schritt in Frage gestellt. Warmherzig, heiter und voller Witz kann Tevje auf viel Neues eingehen.

Insbesondere, wenn er vorher im Selbstgespräch mit Gott, zu dem er in einer nahezu familiären Beziehung steht, innere Klarheit gefunden hat. Als die dritte Tochter Chava jedoch einen christlichen, jungen Russen heiraten möchte, ist Tevje überfordert und verstößt sie. Dieser Riss, der sich in Folge dessen durch die ganze Familie zieht, geht schließlich durch das ganze zaristische Russland. Das anfänglich noch einigermaßen friedliche Nebeneinander von Juden und Christen mündet in die brutale Wirklichkeit der russischen Pogrome. So wird die jüdische Gemeinde am Ende aus Anatevka vertrieben und Tevjes Familie in alle Winde zerstreut.

Anatevka ist ein Musical der tiefen Gottergebenheit, bei der die Seele zwischen Himmel und Abgrund balancierend, ihr ganz eigenes Schicksalslied spielt. Trotz tragischem Hintergrund entfalten sich wunderbare heiter-humorvolle Töne.

Aufführungen im Großen Saal der Waldorfschule am:

  • Freitag, 8.4.11 um 18:30 Uhr
  • Samstag, 9.4.11 um 17.30 Uhr
  • Sonntag, 10.4.11 um 17:30 Uhr

Ausflug der Klasse 3b

Die dritte Klasse hat am 28. März im Rahmen der „Vom Korn zum Brot“ – Epoche ihren Acker in Großsolt auf dem elterlichen Hof von Max Claußen bestellt.

Es war ein ausgezeichneter Tag für das Pflügen. Bei gutem, aber kaltem Wetter zogen die Kinder immer in 7 Zweierreihen einen alten Einscharpflug. So manch einer hatte eine erstaunliche Ausdauer und zog gleich mehrere Runden hintereinander. Andere wechselten immer wieder ab, um sich nicht zu stark zu verausgaben und bis zum Ende durchzuhalten. Herr Köhn und Frau Fricke mussten auf jeden Fall auch mit ran, denn ein Pferd gab es nicht. Herr Genzmer, der die Klasse mit seiner Erfahrung begleitet hat, lenkte den Pflug. Dabei konnten immer wieder einzelne Kinder helfen. So bekamen sie ein Gefühl für das traditionelle Pflügen.

Die Klasse hat innerhalb weniger Stunden den ganzen Acker gepflügt. Im Anschluss wurde der Pflug vom Zuggeschirr abgebaut und die leichter zu ziehende Egge wurde dann über das Land gezogen. Als nun alles schön vorbereitet war, wurden noch die großen Steine vom Feld gesammelt und Herr Köhn verteilte nun die Saat an die Kinder. Jeder hielt seine Mütze auf und bekam einige Hand voll Sommerweizen da hinein zum Aussäen. Herr Genzmer und Peter Claußen (Vater von Max) zeigten den Kindern den richtigen Schwung aus dem Handgelenk, wie man den Samen am Besten in die Erde bringt und die Kinder versahen gekonnt jeden Quadratmeter mit ca. 250 Sommerweizenkörnern. Anschließend wurde die Saat eingehakt, so dass sie nicht sofort den Vögeln und Wildschweinen zur Mahlzeit zur Verfügung steht.

In einigen Wochen wollen die Kinder mit Herrn Köhn schauen, ob und wie viel von der Saat aufgegangen ist. Im Sommer soll dann geerntet werden und aus dem Korn Mehl gemahlen werden. Dann wird die Klasse ein Brot daraus backen. Einige Kinder freuen sich jetzt schon darauf, dass Herr Köhn dann ein Glas Honig mitbringt und sie das frische Brot dann essen können.
Viktoria Christiane Claußen

Kultur und Suppe ...

  • Für den Abschluss am 6. Mai - unserem "Arbeitsgesang" - wünschen wir uns eine  künstlerische, multimediale Begegnung zum Thema "Money", zu der auch Schüler herzlich eingeladen sind - wie natürlich auch zu allen anderen Abenden.

 

Der Beginn ist wie immer um 19 Uhr mit einem Teller Suppe in der Mensa der Schule, der Eintritt ist frei. Seid willkommen.
Wir von Kultur und Suppe wünschen allen ein gutes und gesundes Jahr 2011
Kontakt: www.kultur-und-suppe.de

10 Jahre Praxis für Entwicklungs-Hilfe und Therapie

Ein Rückblick von Angelika Caliebe-Hadamovsky

Anfang März 2001 wurde die Praxis für Entwicklungs-Hilfe und Therapie zusammen mit dem Verein Lille havn e.V. in einer Feierstunde offiziell eröffnet.

Der ärztliche Bereich, vertreten durch Dr. Klaus Hadamovsky, hatte bereits 6 Monate zuvor seine Tätigkeit aufgenommen. Nun kam mit Angelika Caliebe-Hadamovsky eine auf verschiedenen Gebieten erfahrene Pädagogin hinzu (Realschullehrerin, Erwachsenenbildung, Waldorf-Oberstufenlehrerin und nicht zuletzt Mutter von 4 Kindern) als Lerntherapeutin hinzu. Die Verknüpfung von Medizin und Pädagogik war und ist bis heute ein wichtiger Grundstein im Konzept dieser Praxis. Von Anfang an wurde eine Zusammenarbeit mit der Flensburger Schule angestrebt, wussten doch die Praxisgründer aus ihren langjährigen Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen, dass in Krisen nur wirksam geholfen werden kann, wenn sich um die jungen Menschen in schwierigen Situationen ein Netz von Helfern bildet, meistens bestehend aus Eltern, Lehrern, Arzt, eventuell Therapeuten oder anderen nahe stehenden Personen.

Der Standort der Praxis – eher aus der Not geboren – erwies sich bald als ideal zur Verwirklichung der Gründungsidee. Die Wege sind kurz. Hospitationen in den Klassen und Gespräche mit den Lehrern lassen sich relativ unproblematisch umsetzen. Was noch wichtiger ist: Die SchülerInnen können im Anschluss an den Schulunterricht oder für einen umschriebenen Zeitraum statt einer Schulstunde zur Therapie kommen. Das bedarf natürlich sorgfältiger Absprachen mit Eltern und Lehrern. Da der Einzugsbereich der Schule groß, die Fahrwege weit und somit die Nachmittage kurz sind, liegt darin für Kinder und Eltern der Vorteil, dass von zu Hause aus nicht noch einmal zur Nachhilfe aufgebrochen werden muss. Die meisten jungen Menschen haben heute ein zu volles Nachmittagsprogramm und zu wenig Zeit zum freien Spiel bzw. zwanglosen Verfolgen ihrer eigensten Interessen, das gilt besonders für Kinder mit Lernstörungen, die sowieso schon länger an ihren Hausaufgaben sitzen. Damit aus Förderung nicht Überforderung wird, kommt beispielsweise ein Drittklässler dreimal wöchentlich für 20 Minuten während des Hauptunterrichts in die Praxis, um sich unter fachlicher Anleitung sicherer im Zahlenraum bewegen zu lernen oder die Hürde des Lesens zu nehmen, was sich manchmal weder im Klassenverband noch im häuslichen Rahmen erreichen lässt.
Jeder Fördermaßnahme geht eine Entwicklungsdiagnostik voraus, die hilft, den richtigen Ansatzpunkt zu finden. Besonders wichtig ist der Aufbau einer persönlichen Beziehung zu den Kindern bzw. Jugendlichen, damit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen kann. Das gelingt natürlich nicht immer und braucht meistens einige Zeit und Geduld von allen Beteiligten. Einen „ Schnellreparaturdienst“ kann auch diese Praxis nicht leisten.

Als ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit von Schule und Praxis hat sich die sogenannte Zweitklass-Untersuchung entwickelt, die den KlassenlehrerInnen hilft, das eigene Bild von den ihnen anvertrauten Schülern durch das einer neutralen erfahrenen Pädagogin zu ergänzen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich im Unterricht umsetzen oder es wird  über zusätzliche Fördermaßnahmen für einzelne Kinder mit den Eltern nachgedacht, damit der Lernstrom nicht ins Stocken gerät.

Ein weiteres Arbeitsfeld stellt die Unterstützung der Oberstufenschüler im Fach Deutsch dar, sei es den Elementarbereich, d.h. Rechtschreibung und Zeichensetzung, zu festigen oder die abschlussrelevanten Aufsatzformen zu  üben. Auch dabei kommt den Schülern die erprobte Zusammenarbeit von ihrer Nachhilfe-Lehrerin mit den Deutschlehrerinnen zugute.

Wie sich die jeweilige Fördermaßnahme gestaltet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In manchen Fällen ist nur eine Einzelförderung sinnvoll, für andere Schüler kann sich die Begleitung als zu eng erweisen, sie öffnen sich eher in einer Zweier-Gruppe. Die Oberstufenschüler kommen häufig in 2er- bis 6er-Gruppen, die sie selber organisieren. Die waldorfspezifischen Lernmethoden werden durch andere ergänzt, z.B. durch den Kieler Leseaufbau oder die Kieler Zahlenbilder.

Nach 10 Jahren Berufserfahrung in Lerntherapie und Förderpädagogik ein persönlicher Rat von Angelika Caliebe-Hadamovsky: Lernprobleme nicht auf die lange Bank schieben, sondern in Angriff nehmen, ehe zu große Lücken und damit zu viel Unlust entstanden sind. Allerdings ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Eine Fördermaßnahme ist wenig erfolgversprechend, wenn der betreffende Schüler nach längerer Anlaufzeit keinerlei Motivation verspürt. Und nicht immer ist gleich eine professionelle Förderung nötig, manchmal hilft bereits eine fachkundige Beratung, was man in Eigenarbeit zu Hause tun kann, um das eigene Kind zu unterstützen.
Nicht zufällig feiern die Praxis für Entwicklungs-Hilfe und Therapie und der gemeinnützige Verein Lille havn ihr 10-jähriges Jubiläum gemeinsam, denn der Verein hat sich gegründet, um die Zusammenarbeit von anthroposophischer Medizin und Waldorfpädagogik zu unterstützen und hat die beiden Mitarbeiter, Dr. Hadamovsky und Frau Caliebe-Hadamovsky, mit der Betreuung seiner Beratungsstelle beauftragt.

Über den ärztlichen Bereich der Praxis für Entwicklungs-Hilfe und Therapie sowie die breit gefächerte Tätigkeit des Vereins Lille havn  wird in einem späteren MoKa berichtet.

Event-Manager

Hat Ihnen der Basar 2010 gefallen? Möchten Sie uns unterstützen?
Wir suchen kommunikationsfreudige „Event Manager“ mit Organisationstalent,
Einsatzkraft, Kreativität und Freude am Gestalten.
Bei Interesse einfach mal reinschauen beim nächsten Basarkreistreffen am 16.05.2010 um 20.00 Uhr im Lehrerzimmer.
Der Basarkreis
Kathrin Westemeier, Felicia Elsler, Adele Hagge, Jörg Carstensen

Nur wer sich bewegt, bewegt etwas

Foto: Karl-Dietrich Wilske

Der Ladenhof lädt ein

Die Initiative zur Förderung des Ladenhofes an der Waldorfschule e.V.
lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:

  • Am Donnerstag, den 5.Mai bietet Uschi Strehlow in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und von 20 bis 22 Uhr Filzen für Eltern und Kinder an, im roten Ladenhof (Ortsänderung vorbehalten).
    Anmeldung bei Uschi Strehlow 04635-292245 oder bei 'Mensch und Erde'
  • Am 2.Juni, Christi-Himmelfahrt, um 15 Uhr gibt es eine Führung auf dem Hof der Hofgemeinschaft Löstrup. Neben dem Hofrundgang wollen wir uns besonders mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise beschäftigen. Anmeldungen bitte an 04635-292353 oder bei 'Mensch und Erde'.
    Vielleicht lassen sich ja Fahrgemeinschaften von der Schule nach Löstrup bilden.
  • Gegen Mitte-Ende Mai wird es eine Lesung von Texten Rudolf Steiners in der Buchhandlung Regenbogen bei Anne Leppin geben. Lesen wird Constanze Hafner.
    Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben, bitte achten Sie auf die Aushänge.

Wir freuen uns, mit dem Frühling auch unsere Restarbeiten am neuen Gebäude angehen zu können und laden herzlich dazu ein, uns dabei zu unterstützen.

Ute Meuser: Im März 2011

Seit meinem Bericht Anfang Januar sind in Sadhana/ Pune viele Dinge ins Rollen gekommen. Aber auch in Kathmandu haben einschneidende Veränderungen
stattgefunden.


Zuerst zu Sadhana: Die Bauaktivitäten aus dem Weltw.- Begleitprogramm und der Schule, die überwiegend von Round Table Pune finanziert wird, haben begonnen. Zum Baubeginn konnte zusammen mit Wanda Root vom Camphill in Copake und mir der Grundsteinspruch gestaltet werden. Es war sehr beeindruckend mit welcher Intensität, innerem Engagement und Offenheit alle Gäste, spezial friends, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Helferinnen und Helfer sowie Eltern diese Darbietung verfolgten. Die Atmosphäre auf dem Bauplatz, die plötzlich eintretende Stille auch von der Straße her sowie die Dichte des Moments werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Dies offene Anbindung an die Anthroposophie und Waldorfwelt war sehr bedeutend und wurde bewusst realisiert.

Zwei der Lehrerinnen sind in den Mutterschutz gegangen und so mussten zwei neue Lehrer vorbereitet werden. Katharina aus Itzehoe hat mit großem Erfolg das Stricken für die Lehrerinnen und Lehrer sowie den Kindern der 1. Klasse eingeführt. Die älteren Kinder des Kindergartens haben Weben gelernt. In den Strickstunden mit dem Kollegium konnten wir so viele Tiere stricken, dass nun zusammen mit den Holzbauklötzen und Spielständern, die die friends hergestellt haben ,sowie den Puppen aus Kathmandu, genug Spielzeug da ist für das Freispiel der Kleinen. So haben wir denn die jüngste Kindergartengruppe umgestellt.

Die junge Frau, die die Gruppe leitet, Reshma ist sehr talentiert und wird
gleichzeitig darauf vorbereitet die nächste 1. Klasse zu übernehmen. Die größte Hürde war, den Vater zu überzeugen, dass Reshma noch nicht verheiratet wird. Reshma selber möchte gerne eine gute Ausbildung absolvieren und liebt die Kinder aber dem Vater leistet sie natürlich unbedingten Gehorsam. So ist das hier. Reshma hat verstanden, dass die Arbeit an der Schule und die damit verbundene Ausbildung die große Chance ist ihr Potential zu entwickeln. Dies ist ohnehin ein wesentlicher Impuls bei allen Mitarbeitern. Neena Nambiar, die mich seit letzten Jahr begleitet, ist weiterhin 2 Tage in der Woche vor Ort um an der Teambildung und Selbstschulung mit dem Kollegium zu arbeiten. Ich selbst musste Sadhana wegen des abgelaufenem Visums Ende Februar verlassen.

Anfang Juni, am Ende der Sommerferien werde ich zurück sein und eine Woche
Seminar geben. Dabei werden wir wohl überwiegend an der Menschenkunde sowie
der Entwicklung der Buchstaben( Marathy) und der Didaktik fürs Rechen arbeiten. Formenzeichnen, Wasserfarben malen, Eurythmie und rhythmische Übungen sowie Malen sind dabei die Schlüssel zur Entwicklung. Neena hat sich die Selbstorganisationen, Teambildung Energieerhaltung, Parallelität mit der hinduistischen Vedanta- Kultur und Arbeitsdisziplin vorgenommen. Ich bin sehr froh mit ihr zusammen arbeiten zu können.

Kathamndu, Shanti Seva: Bevor ich nach Deutschland zurückgeflogen bin war ich noch einmal in Kathmandu. Nach großen, zum Teil lebensgefährlichen
Zwischenfällen( Streik, Gewalt, Morddrohungen) Ende Dezember, Anfang Januar
hat sich die Lage stabilisiert. Marianne Grosspietsch sagte sie sei mehr denn je überzeugt, dass nur die Waldorfpädagogik eine Entwicklung in den Kindern und über diese auch etwas in den Eltern und Lehrern anstoßen kann, die eine weniger gierige, friedlichere und sozialere Gesellschaft bilden kann; man werde in Zukunft keine „gesunden“ Arbeiterinnen und Arbeiter in den Werkstätten mehr anstellen. Nun bekommen die Werkstätten nicht nur einen neuen Anstrich sondern werden in geradezu unglaublicher, künstlerischer Art bemalt. Der Artist, ein solcher ist er ohne Zweifel, arbeitet unermüdlich daran und ich bin schon sehr auf das Resultat
gespannt. Meine Arbeit dort soll regelmäßig weiter gehen.

Ende Mai bin ich zusammen mit Neena in Vishakapatanam (Samanta, Ostküste)
eingeladen. Die Neuorientierung dort ist wohl nun so weit fortgeschritten, dass man weiß wohin es gehen soll. Wir werden 5 Tage Seminar haben und dann sehen , wie es weiter geht. Ab Juni soll es auch einen Kurs in Pune- Stadt geben. Im Februar habe ich dort Eurythmiekurse gegeben und einen Impuls-Vortrag gehalten. Zusammen mit Neena sind 8 Wochenenden geplant.

Nun noch einige Worte zur allgemeinen Situation. Das Konzept, in Organisationen zu gehen, die Waldorfpädagogik für ihre jungen Schulen wollen und dort einige Zeit zu bleiben und dann in regelmäßigen Abständen wieder zu kommen, hat sich als sehr gut erwiesen. Ich kann intensiv auf die Verhältnisse vor Ort eingehen und die Inhalte des Seminars auf die Bedürfnisse und Menschen zuschneiden. Dabei wachsen meine Erfahrungen und was ich an der einen Stelle lerne, kann ich an einer anderen Stelle wieder fruchtbar einbringen. Die Abwesenheits-Pausen helfen den Seminaristinnen das Gelernte zu verarbeiten und selbständig anzuwenden. Wenn ich dann wieder komme gibt es ein sehr klares Bild davon was eigenständig lebt und was nicht. Dieses sich gegenseitig Befruchten ist auch für mich sehr wichtig. Die Organisatoren selber sagen, dass diese Art der Schulung für sie sehr effektiv und oft die einzig praktikable ist. Sie können es sich nicht leisten ihre Mitarbeiter nach z. B. Hayderabat zu schicken oder abgesehen von den nicht zu bewältigenden Kosten, würde z.B. der Vater von Resham oder die Ehemänner der anderen Lehrerinnen es niemals erlauben sie zur Ausbildung fortzuschicken.

Ich freue mich schon, im Mai mit neuem Visum zurück zu gehen.
Liebe Grüße Eure Ute

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Herr Elsler, Herr Langen, Frau Mertes, Frau Perry

Vorstand
Frau Willimzig-Brozus, Herr Elsler, Herr Kullak-Ublick, Herr Lange-Mildenstein, Herr Riedel, Frau Schläger-Carstensen, Herr Voß | Koordination: Herr Fitsch (0461-90325-0)

Elternrat
Ansprechpartner: Herr Carstensen (04638-1529), info[@]waldorfschule-flensburg.de