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Liebe Leserinnen und Leser

© Karl-Dietrich Wilske

Ein blonder Korke spiegelt sich
in einem Lacktablett -
allein er säh sich dennoch nich,
selbst wenn er Augen hätt:

Das macht, dieweil er senkrecht steigt
zu seinem Spiegelbild!
Wenn man ihn freilich seitwärts neigt,
zerfällt, was oben gilt.

O Mensch, gesetzt du spiegelst dich
im, sagen wir, - im All!
Und senkrecht! - wärest du dann nich
ganz in dem gleichen Fall?
Christian Morgenstern

In diesem MoKa finden Sie viele Beiträge, die auf Initiativen aufmerksam machen, die sich rund um oder im weiteren Umfeld der Schule gebildet haben. Am Anfang können Sie einen Bericht über Waldorfpädagogik im Erdbebengebiet Haiti lesen, danach, was geschieht, wenn sich Waldorflehrer aus ganz Deutschland treffen, wie kürzlich in Eckernförde geschehen. Und etwas weiter unten haben wir die Ansprache abgedruckt, mit der Herr Dr. Hadamovsky bei unserer Mitgliederversammlung den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen unserer Schule gedankt hat. Wir möchten Ihnen diesen Beitrag sehr ans Herz legen.

Redaktionsschluss für den nächsten MoKa ist schon der 25. Februar. Bitte reichen Sie Ihre Texte unformatiert (am besten im txt-Format) ein. Bilder sollten immer einzeln, also nicht in den Text eingebettet, mitgeschickt werden.

Einen schönen Februar und eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Henning Kullak-Ublick

Lesen Sie in dieser Ausgabe

  • Termine
  • Waldorf-Krisenteam in Haiti
  • Delegiertentagung in Eckernförde
  • Kleiner Beitrag zur Würdigung des Ehrenamtes
  • Wege zu einer anthroposopischen Medizin
  • Kultur und Suppe
  • Lille havn: Elternschule
  • Tag der Frauengesundheit
  • Bewegung ...
  • Kleinanzeigen
  • Ansprechpartner

Termine

Februar 2010

  • 05.02.2010 | Kultur und Suppe (siehe Textteil)
  • 12.02.2010 | Schulfasching
  • 15.-16.02.2010 Schulfrei: Bewegliche Ferientage

März 2010

  • 4.-7.03.2010 | Klassenspiel 6b
  • 05./06.03.10 | Frühjahrstagung Elternrat
  • 12./13.03.2010 | Präsentation der Jahresarbeiten Klasse 8b
  • 19./20.03.2010 | Frühjahrsputz- Schulpflegewochenende
  • 27.03.2010 | Öffentliche Monatsfeier
  • 29.-31.3.2010 | Oberstufen- Ensemble- Probentage

Termine von externen Veranstaltern:

  • Christengemeinschaft, Tondernweg 5, 24939 Flensburg:
    • Fr, 5. Feb. 20:00 Uhr
      Die Christengemeinschaft: Leben im Bewusstsein der Wiederkunft
      Vortrag von Gerhard Ertlmaier
    • Ehe - Wer macht denn sowas?
      Fr, 26.02.2010 20:00 Uhr: Ehe - Das ist doch unnatürlich!
      Vortrag von Wolfgang Gädeke
    • Sa, 27.02.2010 Seminar mit Wolfgang Gädeke
      9:15-10:45 Uhr: Mann und Frau - der kleine Unterschied!
      11:30-13:00 Uhr: Elemente einer Eheidee
      15:00-16:30 Uhr: Eheführung und Ehepflege
      17:15-18:45 Uhr: Ehe als Sakrament
    • Bitte melden Sie sich für dieses Seminar tel. unter 0 43 31 / 12 26 47 od. per E-Mail unter sabine@rosenbruch.de bei Fr. Rosenbruch an.
  • Flensburger Gesundheitswerkstatt, Gemeindehaus, Altes Pastorat St. Nikolai
    Südermarkt 15, Flensburg:
    Samstag, dem 13.02.2010 | 9.30-17:00 Uhr | Tag der Frauengesundheit.
    • Unter dem Titel “Mädchenwissen- Frauenweisheit“ möchten wir mit unserer Veranstaltung an  wichtige Fragen der Gesundheit und Krankheitsvorbeugung heranführen. Vor allem die seit 2007 offiziell für Mädchen empfohlene HPV- Impfung hat durch beunruhigende Meldungen zu Besorgnis bei Töchtern und Eltern geführt.
    • In dem Vortrag „HPV-Impfung= Impfung gegen Krebs?“ | 14:30 Uhr wird die Bremer Frauenärztin Margret Heider über Wirksamkeit und Nutzen der Impfung, wie auch über mögliche Folgen sprechen. Ziel der Veranstaltung ist es genügend „Handwerkzeug“  weiterzugeben, um eigene Entscheidungen zu treffen.
    • Der Vortrag über die HPV-Impfung kann von Schülerinnen als Einzelveranstaltung besucht werden und ist für diese kostenlos.

Elternabende (um 20:00 Uhr):

  • Montag, 08.02.2010 | Klasse 8b
  • Dienstag, 09.02.2010 | 18 Uhr Abschlussempfehlungen 11. Klasse
  • Dienstag, 09.02.2010 | Klasse 5b
  • Montag, 01.03.2010
  • Mittwoch, 17.03.2010 | Klasse 1
  • Mittwoch, 24.03.2010 | Klasse 8b Elternabend zur freien christlichen Religion

Elternrat (um 20:00 Uhr im Konferenzraum):

  • 08.02.2010
  • 22.02.2010
  • 08.03.2010
  • 22.03.2010

Waldorf-Krisenteam in Haiti

KARLSRUHE (NNA). Die internationale Waldorf-Organisation Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners plant eine waldorfpädagogische Krisenintervention in Haiti, um den vom verheerenden Erdbeben psycho-traumatisierten Kindern bei der Verarbeitung des entsetzlichen Erlebnisses zu helfen.

„Zur Anregung der natürlichen Selbstheilungsprozesse und um eventuellen Spätfolgen entgegen zu wirken, wollen die Freunde der Erziehungskunst Mitte Februar ein notfallpädagogisches Kriseninterventionsteam bestehend aus Pädagogen, Psychologen, Therapeuten, Ärzten und Übersetzern in die Krisenregion entsenden,“ erklärte der Verein in einer Pressemitteilung.

Die in Haiti herrschende Extremsituation setze vor allem rund zwei Millionen Kinder einer akuten Gefahr aus. Die Trennung und der Verlust von Familien, körperliche Verletzungen, die allgegenwärtige, unmittelbare Konfrontation mit Tod und Zerstörung brächten psychische Traumatisierungen mit sich, die die betroffenen Kinder ihr Leben lang prägen würden, so die Organisation. Unter all den Naturkatastrophen wirkten sich zudem Erdbeben als besonders verunsichernd aus, da das anscheinend feste und sichere Element Erde als unzuverlässig und gar lebensbedrohlich erfahren werde.

Die Kriseninterventionsteams der Freunde der Erziehungskunst haben schon in vorausgegangenen Nothilfeeinsätze im Libanon, China, Gaza und jüngst in der ebenfalls von einem Erdbeben zerstörten Region in West-Sumatra, Indonesien positive Erfahrungen gesammelt.

Da sich die Kosten für eine nothilfepädagogische Krisenintervention auf ca. 30.000 Euro belaufen, können die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ trotz des ehrenamtlichen Einsatzes des Notfallteams alle anfallenden Kosten nicht alleine tragen. Der Verein bittet daher für das laufende Projekt dringend um Spenden (siehe unten).

Die Menschenkunde der Waldorfpädagogik, ihr Verständnis seelischer Prozesse und ihre vielfältigen rhythmischen und künstlerischen Methoden lösen seelische Verkrampfungen und stärken den Menschen von innen. In gestalteten Unterrichts- und Spielphasen, im Freispiel und in Phasen kreativ-künstlerischer Gestaltung sollen durch das Trauma verschüttete personale Ressourcen freigesetzt und aktiviert werden. In der waldorfpädagogischen Notfallpädagogik kommen insbesondere plastisches-therapeutisches Gestalten, die Mal- und Zeichentherapie, Eurythmie sowie weitere waldorfpädagogisch-verwandte Methoden zum Einsatz, die den Betroffen ermöglichen, ihr Erleben non-verbal zu artikulieren.

END/nna/cva

Spenden: GLS Bank Bochum, BLZ 430 609 67, Konto: 13042010, Stichwort:
„Pädag. Nothilfe“

Delegiertentagung in Eckernförde

Am letzten Januarwochenende fand die erste Bundesdelegiertentagung der Waldorfschulen im Jahr 2010 an der Freien Waldorfschule Eckernförde statt. Trotz des Schneefalls kamen fast 300 Delegierte von mehr als 200 Waldorfschulen aus allen Teilen Deutschlands angereist.

Am Begrüßungsabend wurde traditionell der seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitarbeiter der Waldorfschulen gedacht. Dieses Mal stand das Lebensbild unseres Flensburger Gründungslehrers Rainer Kubiessa im Mittelpunkt. Auch Hedda Kubiessa, die bis vor wenigen Jahren als Klassenlehrerin bei uns gewirkt hat, war aus Mannheim nach Eckernförde gekommen. Bei der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) Ende Oktober 2009 hatte Rainer Kubiessa die Aufnahme des von ihm begründeten "Fernstudiums Waldorfpädagogik" in den Bund miterlebt und nur einen Tag später von der Schwere seiner Krankheit erfahren.

Hauptthema der Delegiertentagung war die Frage, wie Lehrer und Eltern zu wirklichkeitsgemäßen Bildern und Erkenntnissen über die ihnen anvertrauten Kinder gelangen können. Die Waldorflehrerin Anna Seydel aus München sprach am Freitagabend in ihrem Auftaktvortrag darüber, wie Lehrer ihre persönlichen Vorlieben, Sympathien oder Antipathien in der Betrachtung von Kindern durch eine Fragehaltung überwinden können, die von der genauen Beobachtung über die Empathie zu einer Ahnung dessen vordringen kann, was sich in jedem einzelnen Kind als Werdendes ankündigt. Eine solche Betrachtung bleibt nicht bei den Defiziten stehen ("Das kannst du nicht!"), sondern kann dem Kind helfen, seine manchmal tief verborgenen Fähigkeiten übend zu entdecken.

Der Samstagvormittag wurde von einer wunderbar belebenden Mischung aus Monatsfeier und dem neuen Programm des Eckernförder Schul-"Circus Radefiz" eingeleitet. Diese frische Stimmung zog sich durch die ganze weitere Delegiertentagung.

Das Thema "Kinderbetrachtung" wurde in mehreren Gesprächsgruppen intensiv weiterverfolgt. Qualitätsentwicklung im Sinne der Waldorfpädagogik muss immer auch die Frage nach der Fähigkeitenbildung derjenigen stellen, mit denen die Kinder täglich zusammenarbeiten, also der Lehrer. Bei der Pädagogischen Forschungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen ist kürzlich ein Buch von Anna Seydel zum Thema erschienen ("Ich bin du"), das allen Lehrern, aber auch interessierten Eltern wärmstens empfohlen sei. Zu bestellen ist es bei www.waldorfbuch.de

Ein weiteres Thema der Arbeitsgruppen waren die "Vereinbarungen", auf die sich die im BdFWS zusammengeschlossenen Schulen verständigt haben. Diese Vereinbarungen formulieren das Selbstverständnis der Waldorfschulen bezüglich ihrer Selbstverwaltung, ihrer Qualtitätsentwicklung oder den Aufnahmekriterien für neuen Schulen. Sie haben - im Gegensatz zur Satzung, die die Rechtsbeziehungen der Waldorfschulen innerhalb des BdFWS regelt - immer nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit und müssen dann neu verabschiedet werden. Die Beratung war daher eine Vorbereitung für die Mitgliederversammlung des Bundes Anfang März in Offenburg.

Neben allerlei Ankündigungen wurde auch auf den großen Kongress hingewiesen, der vom 12.-14.11.2010 in Mülheim a.d. Ruhr stattfinden wird und aktive Eltern, Lehrer und Delegierte gleichermaßen ansprechen will. Der große Erfolg des letzten Kongresses in Frankfurt am Main zeigt, dass diese neue Form der Begegnung sehr fruchtbar und inspirierend für alle Teilnehmer ist. Über den genauen Inhalt wird demnächst im MoKa berichtet werden, aber ein wichtiger Schwerpunkt wird die Frage sein, wie wir kreative und interessante Nachwuchslehrer für unsere Waldorfschulen begeistern können. Falls Sie sich vorstellen können, dass Sie damit gemeint sind, zögern Sie nicht, sich zu melden. Info-Hotline: 0800-WALDORF oder 0800-9253673

Henning Kullak-Ublick

Kleiner Beitrag zur Würdigung des Ehrenamtes

Ansprache unseres Schularztes Dr. Klaus Hadamovsky auf der Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik in Flensburg am Dienstag den 24.11.2009

Meine sehr verehrten Anwesenden, liebe Freunde!
Es ist schön, dass unsere Jahresversammlung diesmal das Ehrenamt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt hat. Ich freue mich außerordentlich, eine Kleinigkeit dazu beitragen zu dürfen.

Mindestens so schön ist es ja, dass in ein paar Wochen die interne Weihnachtsfeier des Kollegiums stattfinden wird, zu der alle eingeladen sind, die im vergangenen Jahr die Schule getragen und gestaltet haben: Lehrerschaft, Verwaltung, Hausmeisterei, freie Mitarbeiter und vor allem eben zahlreiche ehrenamtlich Tätige. Man kann den Menschen, die den Mut haben, in der ohnehin anstrengenden Adventszeit diese wunderbare Feier auszurichten, nicht genügend danken. Man muss sie aber auch ein wenig bedauern. Sehen Sie, diese Feier ist ja eine kleine Kostbarkeit, ein wirkliches Geschenk, vor allem an die Adresse der ehrenamtlichen Helfer. Und so versucht der liebe Mensch, der die Ansprache zu Beginn der Feier hält, ihnen allen namentlich zu danken. Er oder sie zählt sie alle auf, und das kann einem Leid tun, denn es wird natürlich jemand vergessen, immer, jedes Jahr. Einzelne ganz wichtige Namen werden vergessen, ganze Gruppen – vergessen.

Für den Menschen, der den Dank überbringen soll in seiner Rede, ist das natürlich peinlich, aber offenbar unlösbar, denn es geschieht Jahr für Jahr aufs Neue. Das weist meines Erachtens ganz einfach auf die unübersehbare Vielfalt der Aktivitäten an unserer Schule sowie darauf, dass diese Schule nicht zentral gelenkt wird, weswegen sie von einer einzigen Stelle aus weder zu überblicken noch zu kontrollieren ist. Diese Schule entsteht als ein Gemeinschaftswerk. Im übrigen ist das Vergessenwerden für die betroffenen Ehrenamtler, wenn sie sich selbst recht verstehen, nicht weiter tragisch, denn Vergessenwerden gehört zu den Charakteristika der Ehrenamtlichkeit. Das unterscheidet ja gerade die ehrenamtliche von der sogenannten Mildtätigkeit, wo ein Spender auftritt, vielleicht sogar ein Großspender, ein Sponsor. Der handelt dann nach dem Motto: Tue Gutes und sprich darüber! Bei den Ehrenämtern geht es um die Tätigkeit, die getan werden muss, und der Mensch tritt zurück hinter dieser Tätigkeit.

Der Mensch tritt zurück, ja ist denn das in Ordnung an einer Waldorfschule? Das ist nicht nur in Ordnung, liebe Freunde, es ist die Lösung! Ich kenne diese Schule jetzt seit 10 Jahren und versuche über diese Zeitspanne, als Arzt die Lebensqualität wahrzunehmen, die hier herrscht binnen un buten, im Unterricht, auf dem Schulgelände usw. Sie wird zu meiner Freude und Erleichterung besser von Jahr zu Jahr. Nicht auf allen, aber doch auf vielen Problemfeldern bessert sich die Lebensqualität. Und das geschieht überwiegend durch ehrenamtliches Engagement. Es geschieht, weil Menschen sehen, dass eine bestimmte Arbeit getan werden muss, und dann tun sie sie selbstlos, ohne zu fragen, was sie dafür bekommen. Das betrifft keineswegs nur Eltern und Schüler; auch die Lehrerschaft übernimmt zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten, die zur Gesamtgesundheit des Schulorganismus beitragen.

Ich könnte das alles jetzt einzeln aufzählen und würde dabei noch viel mehr vergessen als der liebe Mensch bei der Weihnachtsfeier. Aber das Aufzählen bringt gar nichts, die Information bringt es nicht, man muss es fühlen. Bei Saint-Exupéry sagt der kleine Prinz: Man sieht nur mit dem Herzen gut...Ich meine, man muss das erweitern. Es muss heißen: Man tut, man handelt nur mit dem Herzen gut! Allen diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten kann man anfühlen, dass sie mit dem Herzen getan sind. Man kann es fühlen, man kann es ihnen ansehen, kann es wissen und sagen. Wenn man es aber selber tut, stößt man auf ein Geheimnis: Das eigene Fühlen, das Sehen, das Urteilen ändern sich. Man fängt an, besser mit dem Herzen zu sehen, wenn man mit dem Herzen handelt!

Die eine Folge davon ist, dass man alsbald noch mehr entdeckt, was zu tun wäre. Die andere Folge lässt sich wunderbar an Eltern, Lehrern und auch Schülern beobachten - sie beginnen, Anregungen für ihr persönliches Leben aus dem zu ziehen, was sie da tun; ihr Leben wird gesünder dadurch. Wissenschaftlich nennt man das heute Salutogenese, für mich ein ganz brennendes Problem. Seit vierzig Jahren versuche ich Menschen zur Gesundheit zu erziehen. Im Vertrauen gesagt: es klappt nicht! Bestenfalls fördere ich den Gesundheitsegoismus. Wirklich heilsam, wirklich salutogenetisch wirkt das nämlich nur, wenn es vollkommen freiwillig geschieht und wenn es im Tun gelernt wird, und zwar im Tun für andere. Rudolf Steiner hat über die Kräfte, die menschliche Gemeinschaften gesund erhalten, bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts umfassend geforscht und die angesprochene Problematik folgendermaßen ausgedrückt:

"Das Heil einer Gesamtheit von zusammen arbeitenden Menschen ist umso größer, je weniger der Einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine Bedürfnisse nicht aus seinen eigenen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden." (Das soziale Hauptgesetz 1905-1906, Geisteswissenschaft und soziale Frage)

Hundert Jahre später sind wir weiter von diesem Ideal entfernt als je. Die Ergebnisse der sozialen Weiterentwicklung sind täglich in den Medien zu besichtigen, am deutlichsten im Börsenbericht. Die Sache mit der Selbstlosigkeit klappt bisher nur beim Ehrenamt! Das allerdings hat sich im vergangenen Jahrhundert sicher verhundertfacht. Fast überall hat sich der nachbarschaftliche und familiäre Zusammenhalt gelöst. Stattdessen wird die Gesellschaft am Leben erhalten von freien Gemeinschaften, die von Ehrenamtlern getragen werden. Für unsere Schule hat diese Entwicklung zentrale Bedeutung, sie lebt davon. Wenn sie eine Schule der Zukunft bleiben will, wird sie meines Erachtens eine echte Ganztagsschule werden müssen. Auf dem Weg dahin wird die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter zunehmen, weil auch die Freizeit- und Hausaufgabenbetreuung der Kinder, um nur das Wichtigste zu nennen, nicht von angestellten Lehrkräften geleistet werden können.

Diese Schule wächst und geht in die Zukunft als ein Gemeinschaftswerk. Freuen wir uns also auf die nächste Weihnachtsfeier!

Wege zu einer anthroposophischen Medizin

Unser an der Freien Waldorfschule Flensburg bestehender Arbeitskreis "Wege zu einer anthroposophischen Medizin" freut sich über weitere Menschen in medizinischen und therapeutischen Berufen, die sich mit uns durch Referate, Textarbeit, Übungen und Heileurythmie mit Anthroposophie beschäftigen möchten. Wir arbeiten themenbezogen in Blöcken von je vier bis sechs Nachmittagen.
 
Unser nächstes Thema: "Von der Psychosomatik zur Organpsychologie" Psychosomatische und somatopsychische Beziehungen
 
Arbeitsgrundlage: Rudolf Steiner, 2. Vortrag vom 27.10.1922 in Stuttgart aus Gesamtausgabe Nr. 314, "Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft"
 
Kursleitung: Dr. med. Klaus Hadamovsky, Susanne Stegmeyer

  • Zeit: Vier Freitag-Nachmittage, den 22.01., 05.02., 05.03. und 19.03.2010
  • Ort: Freie Waldorfschule Flensburg, Eurythmiesaal (rechts neben dem großen Saal)
  • Kosten: Euro 140 (Richtsatz)
    Bitte vorher auf folgendes Konto, Stichwort Med. Fortbildung überweisen oder bei Kursbeginn mitbringen:
    Lille havn e.V., Valentinerallee 1, 24841 Flensburg
    VR-Bank Flensburg-Schleswig eG, Kto. 4 404 700, BLZ. 216 617 19
  • Anmeldung: Verbindliche Anmeldung erforderlich, Tel. 0461 - 150 95 00, Fax: 0461 - 150 95 01 oder schriftlich

Sabine Hammer-Gregersen, Tel. 04630-338

Kultur und Suppe ...

... geht ins neue Jahr mit dem Thema „Arbeit der Zukunft“

Nach einer wundervollen Begegnung mit dem Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ im letzten Jahr und vier interessanten Abenden in Kultur und Suppe, und den daraus gewachsenen Gesprächskreis zur Bedingungslosigkeit, und der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Bürgerinneninitiative für bedingungsloses Grundeinkommen Schleswig–Holstein und vielen Aktionen in und um Flensburg zur Woche des Grundeinkommens, z.B auf Hof Löstrup, Hannos Autoschmiede Ringsberg, dem Martinsstift, dem Kaffeehaus und der Waldsiedlung Flensburg, kommen wir aus der Frage „Was würden sie arbeiten, wenn für ihr Einkommen gesorgt wäre?“ zu unserem nächsten Thema für Kultur und Suppe.

Die Arbeit der Zukunft
Wir beginnen die Viererreihe mit der „Zusammenkunft“ einem Abend mit kleinen Vorträgen und Blitzlichtern von Menschen und ihren Ideen und Visionen der Arbeit. Es gibt etwas zum Zuhören und Zeit für ein Gespräch über unsere Zukunftsimpulse am Freitag den 5.02.10 | 19 Uhr
                                                              
Am zweiten Abend, dem „Cinema Verite“, zeigen wir den eindrucksvollen Dokumentarfilm von Michael Glawogger „Workingsman`s  Death“ der mit starken Bildern die Realität zeigt, in welcher  Menschen unser Welt körperlich und seelisch ausgebeutet werden, und dennoch mit erhobenen Haupt diese Arbeit verrichten. „Die Zeit“ schreibt dazu: „Grandioser Film über die körperliche Arbeit…. Glawoggers filmischer Essay ist nachdenklich, vielschichtig, künstlerisch.“ Freitag den 26.03.10 | 19.Uhr

Der dritte Abend ist als „Werkstatt“ der Begegnung  zwischen Arbeitswelten in denen wir jetzt leben, und den Visionen unserer Zukunft und den Reibungspunkten, den Übereinstimmungen und den Kontroversen gewidmet, und gibt viel Raum für das Gespräch im Sinne des Mitteilens und Zuhörens, und weniger der herkömmlichen politischen Diskussion.Freitag den 7.05.10 | 19.Uhr

Der vierte Abend ist unser „Arbeitsgesang“  mit dem  Thema „Arbeiterlieder aller Welt“ und verschiedenen  Interpretationen unserer Herzensangelegenheit, im gewohnten Küchenkonzert. Freitag den 18.06.10 | 19.Uhr

Bei allen Abenden laden wir Sie herzlich zu einem Teller Suppe ein. Der Eintritt ist kostenlos.
Für alle die Interesse am Suppe kochen, Ideen und Interesse an der Mitarbeit haben gibt es die Verbindung über die Website www.kultur-und-suppe.de oder direkte Ansprache an Jaime de Sandoval-Blaue, Familie Elsler und Thomas Westphalen.

Elternschule 2010 | Kurse und Vorträge

1. Sprachgestaltung

Sprache ist viel mehr als Information und Mitteilung. Im Sprechen lebt der ganze Mensch. Nur wenn der ganze Mensch spricht, buchstäblich bis in die große Zehe, erreicht das Gesprochene wirklich den anderen. Deswegen nehmen Sprache und ihre Gestaltung in der Waldorfpädagogik einen so großen Raum ein.

Ein Kurs in 6 Schritten mit vielen praktischen Übungen
Leitung: Sirpa Honko-Linde

Die Februartermine im Hort:
Do. 04.2.2010    20.00 Uhr
Do. 11.2.2010    09.30 Uhr
Dauer: Jeweils eine Kursstunde.



2. Mit allen Sinnen lernen


Die Ausbildung der bewegungsnahen Sinne ist Grundlage für ein gesundes Lernen.
Ein Kurs in 6 Schritten mit vielen praktischen Übungen und Spielen
Leitung: Mudra Hemprich und Dorothea Hillendahl

Mi. 17.02.2010    8.00 bis 9.15 Uhr
Mi. 24.02.2010    8.00 bis 9.15 Uhr
Mi. 03.03.2010    8.00 bis 9.15 Uhr
Mi. 10.03.2010    8.00 bis 9.15 Uhr
Mi. 17.03.2010    8.00 bis 9.15 Uhr
Mi. 24.03.2010    8.00 bis 9.15 Uhr

Ort: Kleine Turnhalle neben dem Hort
Bequeme Kleidung und Hallenschuhe mitbringen!
Freiwilliger Unkostenbeitrag erbeten.

Tag der Frauengesundheit

Die Flensburger Gesundheitspraxis veranstaltet am Samstag, den 13.02.2010, gemeinsam mit dem evangelischen Frauenwerk einen Tag der Frauengesundheit.

Unter dem Titel “Mädchenwissen - Frauenweisheit“ möchten wir mit unserer Veranstaltung an  wichtige Fragen der Gesundheit und Krankheitsvorbeugung heranführen. Vor allem die seit 2007 offiziell für Mädchen empfohlene HPV- Impfung hat durch beunruhigende Meldungen zu Besorgnis bei Töchtern und Eltern geführt.

In dem Vortrag „ HPV-Impfung = Impfung gegen Krebs? - offene Fragen und was wir heute wissen", wird die Bremer Frauenärztin Margret Heider über Wirksamkeit und Nutzen der Impfung wie auch über mögliche Folgen sprechen. Ziel der Veranstaltung ist es genügend „Handwerkzeug" weiterzugeben, um eigene Entscheidungen zu treffen.
Der Vortrag über die HPV-Impfung kann von Schülerinnen als Einzelveranstaltung besucht werden und ist für diese kostenlos.

  • Ort der Veranstaltung: Gemeindehaus, Altes Pastorat St. Nikolai, Südermarkt 15, Flensburg
  • Zeit: 9:30 - 17:00
  • Vortrag HPV -Impfung: 14:30

Veranstalter: www.flensburger-gesundheitswerkstatt.de

Bewegung ...

... hält den ganzen Menschen mit Körper, Geist und Seele bis in das reifere Alter fit. Das Knochengerüst mitsamt Stützapparat wie Muskeln, Bänder und Gelenke werden darüber zum Ausgleich unserer überwiegend sitzenden motorisch ruhigen Lebensweise gefordert und damit gefördert. Koordinationsfähigkeit und Kreislauf bleiben im wahrsten Sinne des Wortes in Schwung. Es lassen sich in Verbindung mit ausgewogener Ernährung ("Bio-Kost") viele Zivilisationsprobleme wie vorzeitiger Knochenschwund (Fachwort: Osteoporose) aufhalten, wenn nicht sogar verhindern. Andere Beispiele sind Kreislaufprobleme wie Bluthochdruck (Fachwort: Hypertonie) und die vielen Ernährungsstörungen, worunter Zuckerkrankheit (Fachwort Diabetes mellitus) und krankhaftes Übergewicht (Fachwort: Adipositas) herausragen. Als schlimme Folge dieser krankhaften Zustände entwickelt sich eine vorzeitige Gefäßverkalkung, die aktuell zu den Geißeln der heutigen Gesellschaft zählen, da sie generell Durchblutungsstörungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, absterbende Beine und vorzeitiges Nierenversagen fördern. Es gibt Hinweise, das ebenso die gefürchtete Altersdemenz, bekannt als Morbus Alzheimer, hierdurch unterstützt wird.

Es gilt das Motto: Vorbeugen ist besser als Heilen! Prävention -- gleich "Anti-Aging" ist angesagt! Jederzeit -- in jedem Alter ist ein Beginn des Trainings möglich -- dazu bietet die Freie Waldorfschule Flensburg nicht erst seit Einweihung der neuen Sporthalle diverse Möglichkeiten. Z. B. stellte Stefan Riedel den Lauftreff im letzten Monatskalender vor, Tokai Sports entwickelte ein umfassendes Angebot verschiedener Kampftechniken, wie Aikido, Capoeira und anderes.

Seit nun mehr vier Jahren trifft sich der *Tanzkreis* jeden Freitag unter fachlicher Anleitung im kleinen Saal. Freude und stets kleine neue Tricks bekannter Standardtänze, wie Walzer, Cha-Cha, Rumba, Tango und Foxtrott bereichern das Repertoire neben weiteren eher seltenen Schrittfolgen. Gern sind neue Mitglieder, am besten Paare, gesehen, ein Anfängerkurs ist geplant, nähere Auskünft dazu erteilt Tanzlehrerin Anja Mühlhausen -- Telefon 04631 3677.

Neu ist *Judo an der Waldorfschule*. Ab September 2009 trainieren Anfänger und Fortgeschrittene zusammen. Geboten wird eine Mischung aus Konditionstraining, Gymnastik, Ballspiel mit besonderer Betonung auf Basketball und Vermittlung spezieller Judokenntnisse.

Judo ist eine fernöstliche Kampfsportart, die sich aus Jiu-Jutsu Anfang des 20sten Jahrhunderts entwickelte und als olympische Disziplin etablierte. Sie beansprucht besonders die Kombination von Körper, Geist und Seele an, ferner ist, ähnlich zum Tanzen der Partner/in, bzw. der Gegner wichtig, dem nach festen Regeln begegnet wird. Techniken gibt es im Stand und Boden. Im Stand sind es Würfe, im Boden Halte-, Hebel- und auch Würgetechniken.

Während des Trainings ist am Eingang genau zu erkennen wieviel Teilnehmer anwesend sind. Da die Halle groß ist und die Mattenfläche mehr als verdoppelt werden kann freut sich die Judotruppe auf Verstärkung -- insbesondere Jugendliche, Junggebliebene, Neugierige aller Altersklassen -- Anfänger, Fortgeschrittene sowie Wiedereinsteiger. Aus eigener Erfahrung als Wiedereinsteiger nach 25 Jahren über meine Kinder vor ca. 10 Jahren und bereute ich diesen Schritt nicht.

Die Judotruppe an der Waldorfschule unter Obhut des Judoclub Hokuto freut sich auf Euch bzw. Sie und zwar *jeden Donnerstag ab 19:30.*

Nähere Informationen bei Hans-Jürgen Gregersen oder Telefon 04630 338.

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Kleinanzeigen

Liebe Schulgemeinschaft!

Die 4. Gruppe des Kindergartens würde sich sehr über Garn-, Woll-, Filz-, und Stoffreste freuen. Ebenso über Körbe und Werkzeuge wie Feilen, Raspeln und Stechbeitel. Sie finden uns neben der Klasse 1a.
Herzlichen Dank! J.Letsoalo



Die Freie Waldorfschule Flensburg hat ein Harmonium abzugeben, gegen eine Spende für die Turnhalle. Interessenten wenden sich bitte an Fr. Perry, 04638-2108868



Bergen/Nordholland an der Nordseeküste: Einfamilienhaus zu vermieten
Unser Haus ist zu mieten in der Periode zwischen 4.Juli bis 5.September 2010.

Das Haus liegt ländlich-idyllisch. Wir haben einen Garten mit Fischteich und Grillplatz. Wir haben Aussicht auf Äcker und Weiden, wo morgens die Sonne aufgeht. Es stehen auch Fahrräder zur Verfügung. Mit dem Rad ist man innerhalb von 20 minuten am Strand.
Im Haus sind 3 Schlafzimmer für 2 Personen, wobei in einem Schlafzimmer ein Wasserbett und in einem anderen auch ein (Kinder)Stäbebett steht.
Der Preis ist 560 Euro wöchentlich inklusive Bettwäsche und allen Nebenkosten.

Kontakt: karina_van_helmondt@hotmail.com
Telefon: 0031-6-53751745 (Handy) oder 0031-725628226 (Festnetz)


Adressen, Ansprechpartner

Schulleitungskonferenz (SLK)
Frau Brück, Herr Elsler, Frau Mertes, Frau Perry, Frau Schmidt

Vorstand
Frau Willimzig-Brozus, Herr Elsler, Herr Kullak-Ublick, Herr Lange-Mildenstein, Herr Riedel, Frau Schläger-Carstensen, Herr Voß | Koordination: Herr Fitsch (0461-90325-0)

Elternrat
Ansprechpartner: Frau Brück (04631-8705), Herr Carstensen (04638-1529), info[@]waldorfschule-flensburg.de