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Monatskalender Januar 2018

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst du, was Gutes der Winter tat.

Und deucht die Welt dir öd und leer                                                   
und sind die Tage dir rauh und schwer,
sei still und habe des Wandels acht:
es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber

 

 

Liebe Eltern, liebe Schulgemeinschaft, liebe Leserinnen und Leser!

Was halten Sie davon, wenn wir  an unserer Schule ein Repair-Café einrichten würden, wo man seine defekten Radios, Handys, Hosen, Stühle …, die zu schade zum Wegwerfen sind, reparieren (lassen) kann, wo eine Tasse Tee oder Kaffee bereit stehen und man während oder nach der Arbeit gemeinsam über die Lösungen aller weiterer Probleme philosophieren kann.
Oder was halten Sie von der Idee, dass zum Jubiläumsjahr 2019 (100 Jahre Waldorfschulen) wir, als Flensburger Waldorfschule, uns vornehmen, dass jeder Schüler (oder jedes Elternhaus) einen Baum pflanzt, wir den Standort dieses Baumes auf einer Karte vermerken und wir somit über einen 450 baumstarken „Schulwald” verfügen würden, in dem jeder Schüler einen Patenbaum hat, den er besuchen, pflegen und aufwachsen sehen kann – sein Leben lang. Es wäre auch möglich, an ein Stück Land zu denken und dort in einer gemeinsamen Aktion unseren Schulwald anzulegen.
Oder was halten Sie davon, es den Franzosen gleichzutun, die für 2018/19 aus allen Schulen die Handys verbannen wollen, weil Mediziner und Pädagogen Alarm geschlagen haben: Die Haltung der Kinder/Schüler degeneriere zu einem Handybuckel und das Miteinander-Spielen und In-Kontakt-Sein weiche immer mehr einem autistischen Starren auf Displays. Gut, wir haben eine Handyordnung, aber es bedarf unser aller Bewusstsein und Willen, damit unsere Schule, unser Schulgelände und auch die Stulle wirklich handyfrei sind. (Übrigens haben Bill Gates und Steve Jobs ihren Kindern einen sehr reglementierten TV- und Handykonsum abverlangt (s. info3, 1/2018)).

Und glaube ja nicht
Dass der Garten im Winter
Seine Ekstase verliert
Er ist still
Aber die Wurzeln sind aufrührerisch 
Ganz tief da unten

(Rumi)

Das neue Jahr ist noch jung und fast unverbraucht. Welche Ideen haben Sie für 2018? Noch könnte man mit frischen Kräften einen starken Hebel in die Hand nehmen, um „das Rad in die richtige Richtung zu drehen”.
Die Rangfolge der guten Vorsätze der Deutschen für 2018 lautet:
1. weniger Stress
2. zur Ruhe kommen / sich mehr bewegen
3. mehr Zeit für die Familie

Was raubt uns eigentlich so oft Ruhe und Verstand, wo wir uns doch mehr denn je für fast jede Tätigkeit kleine oder große Maschinen leisten, die uns nichts anderes als Arbeit, Arbeit, Arbeit abnehmen woll(t)en. Ein großes Dilemma der modernen Zeit: der gestresste und mußefreie Mensch bei maximaler technischer Unterstützung. Vielleicht müssen wir lernen, uns so (ungestört!) in eine Tätigkeit zu vertiefen, dass wir (wieder) im Tun Muße erleben, anstatt den Moment der Entschleunigung wieder und wieder auf den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub oder gar auf die Rente zu verschieben.
Auf jeden Fall müssen wir lernen, noch entschiedener unser Leben selber in die Hand zu nehmen und zu entscheiden, was gut für uns und unsere Kinder ist, denn die Politiker, die eigentlich die Gestaltung übernehmen sollten, haben große Mühe, überhaupt ans Regieren zu kommen und ihre Programme strahlen mehr die Angst aus, Wählerstimmen zu verlieren als den Mut, „die Welt zu retten”. Und die anderen, die sich mit aller Macht an die Spitze geboxt haben, entpuppen sich immer mehr als skrupellose Irre, deren Unfähigkeit, die Konsequenzen ihrer Worte und Taten mitzudenken, unbeschreiblich ist.
Also, das Vakuum ist groß. Begreifen wir es als Chance und Aufruf, eigene Ideen zu entwickeln und Pläne zu schmieden. So wie unsere Schüler/innen der 12. Klasse, die vor der Präsentation ihrer Jahresarbeiten stehen. Auch sie mussten herausfinden, was ihnen wichtig ist und wertvoll genug, um sich ein Jahr damit zu beschäftigen. Auch sie mussten lernen, in diesem Prozess die Führung zu übernehmen, die Richtung zu halten und zu einem Ergebnis zu kommen. Entscheidende Stationen auf dem Weg in die Selbständigkeit.
Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, an der Vorstellung der Arbeitsergebnisse teilzunehmen. Wie immer dürfen Sie damit rechnen, etwas zu verpassen, wenn Sie nicht kommen. Den genauen Zeitplan und die Themen entnehmen Sie dem Programm.

 

Mit herzlichen Grüßen
Reinhard Elsler


P.S.: Wenn Sie Ideen zum Repair-Café haben oder für den Schulwald oder gar Ihre Mitarbeit anbieten wollen, können Sie mich gerne und jederzeit anrufen oder eine Mail an die Redaktion schicken.

P.P.S.: Bitte nehmen Sie auch die Einladungen zu unserem diesjährigen Sechstklassspiel in den Kleinen Saal und zum einmaligen Konzert des Feiningertrios in den Großen Saal wahr.
Für beide Veranstaltungen gilt ebenfalls die Versicherung, dass Sie etwas verpassen, sollten Sie nicht kommen können.

P.P.P.S.: Soeben landeten zwei Texte aus unserer 10. Klasse auf dem Redaktionstisch. Die müssen Sie nun wirklich lesen. Daran führt kein Weg vorbei!

 

 

Warum steht hier regelmäßig diese Werbung?
Weil in den nächsten Jahren jährlich (!) 600 Waldorflehrerinnen und -lehrer gebraucht werden.

Termine

Elternrat (ER) Mo. 20:00 Uhr in der Klasse 7b

  • alle ER-Termine stehen im bunten Jahreskalender

Januar 2018

Februar 2018

  • 03.02., 16:00 Uhr und 04.02., 15:00 Uhr Klassenspiel der 6. Klasse im Kleinen Saal:
    "Robert der Teufel"

  • 05.02., Elternabend Klasse 5b

  • 07.02., Elternabend Klasse 4b

  • 09.02., FASCHING

  • 12. und 13.02. SchiLF-Tage, schulfrei für alle Klassen

  • 14.02., Elternabend Klasse 3b und Klasse 9b

  • 17.02., 15:30, Kleiner Saal: die Klasse 7a führt das Marionettentheater „Das Waldhaus” auf,
    ein Märchen der Gebrüder Grimm

  • 28.02., Elternsprechtag Klasse 9b
  • 24.02., 10:00, öffentliche Monatsfeier im Großen Saal

März 2018

Bitte schauen Sie auch in die laufend aktualisierten Termine auf der Homepage

 

 

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Weil in den nächsten Jahren jährlich (!) 600 Waldorflehrerinnen und -lehrer gebraucht werden.

Themen der Jahresarbeiten der Klasse 12b

26. und 27. Januar im Großen Saal

Freitag, 26. Januar 2018, 16:00 Uhr

Rhea Meißner – Buddhismus als Modeerscheinung
Tim Jost – Apnoetauchen
Lukas Leuschner – Das Weltall und seine unendlichen Weiten
Elia de Sandoval Blaue – Architektur Projekt: Bootshaus mit Pavillon

Henrike Rotsch – Hände erzählen Geschichten
Laura Köhne – Plastikfrei leben
Ahmed Alhamad – Erlebte Alltags-Kulturen
Nik Hansmann – Luzides Träumen
Salomon Elsler – Leute machen Kleider

Zora Hansen – Wie komme ich zu meinem eigenen Song?
Kian Petersen – Start-Up
Anna Sichelschmidt – Mode des 20. Jahrhunderts
Liam Hübner – Eurythmie


Samstag, 27. Januar 2018, 10:00 Uhr

Jakob Bremer – Umbau, Ausbau und Haustechnik
Lotta Schulte – Ein Leben mit Anorexie
Tobias Voigt – Ein Meer ohne Plastik!? One Earth One Ocean
Elias Menzel – Reisen ohne Geld
Natascha Scholz – Zwangsstörungen

Juhani Linde – Medien: Information und Unterhaltung im Rundfunk
Inka Ilius – Schreiben eines Kriminalromans
Lisa Peters – Land-Art
Jan Michel Ochs – Ausbau eines Bauwagens
Jannis Petersen – Caphriel: Ein 2D-Animationsfilm

 

 





Klassenspiel der 6. Klasse

Die sechste Klasse möchte Sie herzlich zu ihrem Klassenspiel

    am Samstag, den 3.2.2018 um 16 Uhr und

    am Sonntag, den 4.2.2018 um 15 Uhr einladen.

Die Aufführungen finden im Kleinen Saal der Freien Waldorfschule Flensburg statt.


Zum Inhalt:

Gräfin Agathe und Graf Hubert wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind, aber sie warten vergeblich. Aus Verzweiflung bittet Gräfin Agathe schließlich den Teufel, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Der Teufel schenkt ihr ein Kind aus dem Innersten der Hölle. Man nennt ihn Robert, den Teufel, denn wo er auftaucht, schafft er Verwüstung. Er raubt und mordet und auch vor Kindern zeigt er keine Gnade. Ein jeder Mensch hat Angst vor ihm.

Als Robert aber erkennt, dass nicht er, sondern der Teufel aus ihm wirkt, sucht er Vergebung. Doch wie kann so große Schuld vergeben werden?

Seine Suche führt ihn nach Italien zur weisen Einsiedlerin von Montalto. Um irgendwann einmal Vergebung zu finden, soll er als Narr in den Mauern Roms leben. Doch Julia, die Tochter des Kaisers, hat Mitleid mit ihm und durch das Versprechen, von nun an stumm zu sein, sorgt sie dafür, dass Robert als Narr am Hofe des Kaisers leben darf. Hier aber führt der Seneschall seine bösen Machtspiele. Um Kaiser zu werden, scheut er vor nichts zurück.

Wird es ihm gelingen, Kaiser zu werden und Julia zur Frau zu gewinnen?

Wird Robert jemals Vergebung finden?

Wird Julia für immer stumm bleiben?

 

von Bjarne, Fabian, Martha und Lou aus der 6. Klasse


Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

kulturzeit: Feininger Trio

Liebe Eltern, Schüler, Lehrer und Freunde unserer Schule, freuen Sie sich mit uns!
Ein kultureller Höhepunkt erwartet uns.


Die Musiker des renommierten Feininger Trio kommen am 2. März um 20.00 Uhr zu uns in den Großen Saal, um uns einen ganz wunderbaren Konzertabend mit folgendem Programm zu bieten :

Joseph Haydn, Klaviertrio Es Dur

Alexander von Zemlinsky, Trio d-moll

Franz Schubert, Notturno Es-Dur

Johannes Brahms, Trio Nr.3 c-moll


2005 gründeten Adrian Oetiker (Klavier) sowie die Berliner Philharmoniker Christoph Streuli (Violine) und David Riniker (Violoncello) das nach dem Maler und Mitbegründer des Bauhauses, Lyonel Feininger, benannte Trio und setzen seitdem in der ganzen Welt kammermusikalische Akzente.

David Riniker studierte in seiner Heimatstadt Basel bei Jean Paul Guéneux und António Menèses. Meisterkurse bei Arto Noras, Boris Pergamenschikow, Wolfgang Boettcher und David Geringas rundeten seine Ausbildung ab. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe und Stiftungen. Seit 1995 gehört er den Berliner Philharmonikern an. Über seine Tätigkeit im Orchester hinaus konzertiert David Riniker als Solist und Kammermusiker in vielen Ländern Europas sowie in den USA und Japan. Er ist Mitglied der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker und des Breuninger Quartetts.

Christoph Streuli, ein gebürtiger Luzerner, begann mit acht Jahren Geige zu spielen. Nach einem ersten Studium an der Musikhochschule Winterthur bei Rudolf Bamert und Aida Stucki setzte er seine Ausbildung von 1991 bis 1994 bei Herman Krebbers am Sweelinck-Konservatorium Amsterdam fort. In Meisterkursen von Franco Gulli, Walter Levin und dem Melos Quartett vervollkommnete er sein Können. 1997 wurde Christoph Streuli Mitglied der Berliner Philharmoniker. Als engagierter Kammermusiker gehört er dem Scharoun Ensemble an und ist Mitglied der Berliner Barocksolisten. 

Ersten Klavierunterricht erhielt der Schweizer Pianist Adrian Oetiker von seinem Vater und von Hans Rudolf Boller. Er studierte in der Meisterklasse von Homero Francesch an der Züricher Hochschule der Künste und bei Bella Davidovich an der Juilliard School in New York, auch Lazar Berman zählte zu seinen Lehrern. Nach ersten Wettbewerbserfolgen gewann er 1995 den internationalen Klavierwettbewerb der ARD in München. Seither verfolgt er eine weltweite Karriere, ist erfolgreich als Solist und Kammermusiker wie auch als Pädagoge. Bei seinen Konzerten in Europa, Amerika und Australien musizierte er mit vielen Orchestern, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich und das Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks. Seit 1996 ist er Professor für Klavier an der Musikhochschule in Basel, 2011 wurde er auch an die Hochschule für Musik und Theater in München berufen. 2010 übernahm er außerdem die künstlerische Leitung der Internationalen Sommerakademie Lenk.

Ganz besonders aber freuen wir uns, dass die drei Musiker sich gerne dazu bereit erklärt haben, am Vormittag mit unseren Schülern in einen lebendigen Austausch zu treten und einen Workshop anzubieten.

Die Gelegenheit, diese Ausnahmemusiker im persönlichen Gespräch kennenlernen zu dürfen und vielleicht sogar mit ihnen zusammen zu musizieren, wird für die jungen Menschen gewiss ein ganz eindrückliches Erlebnis sein.


Noch gibt es Karten  an folgenden Vorverkaufsstellen :

Ladenhof an der Schule

bzw. per mail (kulturzeit@waldorfschule-flensburg.de) zum Preis von :


Erwachsene :             Vorverkauf 16,00 €, Abendkasse 18,00 €

Schüler/Kinder :         Vorverkauf 6,00 €, Abendkasse 8,00 €


Ein besonderer Dank gilt der Ernst-Michael-Kranich-Stiftung, ohne deren Unterstützung dieses außergewöhnliche Projekt nicht möglich wäre.

 

 

Einladung zum Gesamtelternabend im Kindergarten

Das Kindergarten- und Kinderstubenkollegium hat in diesem Jahr für einen Gesamtelternabend am 07. März 2018 Frau Christiane Kutik eingeladen.

Frau Kutik, Autorin vieler pädagogischer Bücher, wird um 20:00 Uhr im Kleinen Saal einen Vortrag zum Thema „Grenzen setzen ohne zu strafen” halten.

Hierzu möchten wir ganz herzlich auch die gesamte Schulgemeinschaft einladen.

Um eine freiwillige Spende wird an diesem Abend gebeten. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.

 

 

Vortrag: Wie geht sexuelle Aufklärung 2018?

Vortrag von Dr. Richard Drexel, prakt. Arzt, Hamburg

Freitag, 23.3. 2018, 20 Uhr im Kleinen Saal

Kostenbeitrag: 7,– €

 

 

Kann es das geben – eine Welt ohne Krieg? – Schülertexte

Im Verlaufe unserer Arbeit am Nibelungenlied haben wir uns in der 10. Klasse mit dieser Frage beschäftigt. Unter dem Eindruck von Kriemhilds kaltherziger Rachsucht und den mit furchtbarer  Konsequenz geführten Kämpfen blickten wir in unsere heutige, immer noch von Kriegen und Kämpfen getriebene Welt. Mit Dietrich von Bern überlebt allein der Held, der besonnen handelt und in klarer Eigenverantwortung – seinem Gewissen verpflichtet – aktiv für das Gute, Gerechte und Ausgleichende eintritt. Um 1200 entstanden, deutet in ihm das Nibelungenlied weit über seine Zeit hinaus!

Die beiden nachfolgenden Schülertexte versuchen – stellvertretend für die gemeinsame Arbeit – eine Antwort auf die schwierige Frage zu geben. Wir alle können sie gut mitnehmen auf unseren Weg durch das neue Jahr.

Constanze Hafner

 

Eine Welt ohne Krieg

In einer Welt ohne Krieg gäbe es keine leidenden Menschen. Der Reichtum der Erde wäre gerecht aufgeteilt und jeder Mensch dürfte seine Religion und seinen Glauben frei leben. Es gäbe keine Flüchtlinge mehr, die ihre Heimat oder sogar ihre Familien verloren haben. Die Millionen von Hungernden, in Armut lebenden Menschen bekämen ein Zuhause und müssten nicht weiter hungern. Die Kinderarbeit und kaum bezahlte Arbeit müssten die Menschen nicht mehr machen, da für sie finanziell gesorgt wäre. Außerdem würden die großen Ausbeuterkonzerne nicht mehr existieren. Die Welt könnte sich mit den wirklich essentiellen Dingen auseinandersetzen.

Die Menschheit könnte gemeinsam in Frieden über den Erhalt unseres Planeten sprechen und Lösungen finden. Das ganze Leben auf der Erde wäre glücklicher und es gäbe keine grausamen Taten mehr.

Man könnte in jedes Land der Erde reisen und würde dort willkommen geheißen. Überall würde die Demokratie regieren und die Diktatur gäbe es nicht. Wenn jemand versuchte, eine Diktatur zu erschaffen, hätte er keine Anhänger, da es keine Gründe zum Protestieren gäbe.

Um dieser Welt einen Schritt näher zu kommen, müsste jeder Mensch bei sich selbst anfangen und aufhören, nur an sich zu denken. Dadurch kämen auch nicht die schrecklichen Menschen an die Macht, wie sie es heute nämlich sind. Stattdessen sollten die Menschen mit einer guten Seele regieren. Das Gewissen der Menschen würde so viel verändern. Wir sind es, die Menschen, die sich selbst und die ganze Erde langsam zerstören.

Laurens Westphalen, 10 b

 

Ist eine Welt ohne Krieg möglich?

Wenn ich mir unsere Welt zurzeit anschaue, kann ich mir schwer vorstellen, wie es wäre, abends vor der Tagesschau zu sitzen und keine Bilder von Krieg und Gewalt zu sehen. Da dies aber nicht der Fall ist, schießen mir viele Fragen in den Kopf: Warum ist die Situation so, wie sie ist? Warum hören wir uns nicht mehr zu? Warum versuchen wir nicht, uns zu verstehen und andere Sprachen zu sprechen als die der Gewalt, wenn wir schon seit abertausenden Jahren sprechende, denkende, fühlende Wesen mit einem Verstand sind, der wie gemacht dafür ist, Probleme zu lösen?

Blickt man etwa zu uns in den Westen, vor allem auf das Deutschland seit 1945, sieht man, dass es möglich ist, Konflikte friedlich zu lösen. Dennoch bleibt der Mensch ein emotionales Individuum, was dazu führt, dass unser rationales Denken manchmal von Gefühlen überrollt wird, was immer zu einem bestimmten Prozentsatz zu blutigen Konflikten im kleinen Stil führen wird. Ich habe aber das Gefühl, dass es für die Menschen hier nichts mehr gibt – sei es ein Problem oder eine Ideologie – was  ein Grund wäre, gemeinsam zu den Waffen zu greifen, denn der Lebensstandard und die Akzeptanz des Einzelnen sind sehr hoch. Des Weiteren hat man im Grunde genommen alle Rechte, die man sich wünschen könnte, und man kann den Staat aktiv mitgestalten, etwa durch Wahlen, gewaltloses Protestieren oder indem man selber in die Politik geht usw. Dadurch hat sich gefühlt die Mentalität der Menschen zu einer friedlicheren verändert. Wenn man nun dieses Phänomen auf der ganzen Welt schaffen könnte, so wäre eine Welt ohne Krieg theoretisch möglich. Um dies aber zu erlangen, ist es noch ein langer Weg. Dieser verlangt zudem auch, dass der Westen umdenkt und nicht andere Länder als Nährböden für seinen Reichtum und somit seiner "heileren" Welt nimmt, etwa durch Waffenlieferungen oder Ausbeutung der Menschen und Ressourcen.

Es braucht eine wirkliche Vereinigung unserer Weltgemeinschaft, zu der UN etc. ein guter Anfang sind, um zusammen an einem Strang zu ziehen und gemeinsam Prävention gegen Kriegsgründe zu betreiben und die bestehenden Konflikte zu lösen. Dies geschieht etwa, indem man Kompromisse schließt, Ressourcen und Wohlstand gerecht verteilt, die Menschenrechte gewährleistet und allen den Zugang zu Bildung ermöglicht und somit zu der Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt gesichert verdienen zu können, was das A und O einer offenen, aufgeklärten Gesellschaft ist und auch Radikalität etwa in Glaubensdingen etc. verhindern kann. Das heißt also, dass man die Gründe für existenzielles Leiden beseitigt, worauf der nächste Schritt folgt, der da wäre, dass die vom Krieg gebeutelten Ländern die Chance erhalten, aus sich selber heraus Kraft und Wandel zu entwickeln.

Die Ursachen für Kriege sind meist sehr komplex, aber oft liegt ihnen ja Leid zugrunde, sei es etwa Armut, Hoffnungslosigkeit oder Existenzangst. Des Weiteren ist ein Grund, dass menschenrechtsverachtende Regime verlangen, andere und anderes zu beherrschen, etwa, indem man die freie Entfaltung des Individuums verhindert oder sich Teile von anderen Ländern einverleibt.

Zu guter Letzt wäre da auch noch das Klima bzw. der Klimawandel als Auslöser von Gefechten, wie etwa im Bürgerkrieg in Syrien. Dort folgte auf Dürren eine Hungersnot, welche einer der Faktoren war, warum der Bürgerkrieg entstand, und diese Rolle wird das Klima noch in weiteren Konflikten auf der ganzen Welt spielen. Deshalb ist für mich die Konsequenz daraus, dass wir, um Frieden miteinander zu erreichen, auch Frieden mit unserem Planeten schließen müssen, um einen weiteren Zuwachs von Klimaextremen und ihren negativen Folgen einzudämmen oder sogar zu verhindern.

Jedoch sind die Drahtzieher in der Lobbybranche, welche die Politik beeinflussen, und die Chefetagen der "Globalplayer" praktisch wohl nicht darauf aus, dass sich wirklich im großen Stil etwas in die Richtung des gerechteren Umgangs mit Mensch und Erde ändert und somit ihr Konstrukt der zentralisierten Macht  zerfällt. Auch wir als Konsumenten müssten dann umdenken, da unser – der Gier und Verblendung wegen – nie enden wollendes "Geiz-ist-geil"-Kaufverhalten eine gerechte Welt nicht ermöglichen kann. Wären wir also wieder bereit, den wahren Wert von Produkten zu bezahlen und nicht etwa nur für den Status, den sie uns geben können, der gemessen ist in dem Profit, der den Besitzern des Markennamen in die Tasche fließt? Ein Nein sollte eigentlich nicht mehr zur Debatte stehen, der Menschlichkeit wegen, die uns alle eint. Und außerdem: Wünschen wir uns nicht alle, dass unsere Kinder nicht mehr die Bilder von Krieg und Leid vorm Schlafen gehen sehen müssen und dann kein Auge schließen können, weil sie nicht verstehen, warum Menschen, die sich noch nie begegnet sind, sich gegenseitig tot sehen wollen?

Für mich ist die Antwort also: Ja, Frieden wäre theoretisch möglich, wenn sich alle für diesen Wandel einsetzen würden, bzw. ihn nur wirklich wollen würden. Eines Tages wird die Weltgemeinschaft auch bereit dafür sein, da man sieht, dass wir wandelbare Wesen sind. Was nicht heißt, dass es irgendwann keine Konflikte mehr geben wird, da uns diese auch helfen, uns zu verbessern, sondern, dass wir andere Möglichkeiten haben, als sie mit Krieg zu lösen.

Carleen Görrissen, 10 b

 

 

Kindergeld Änderungen 2018

Wichtig! Beschränkung bei rückwirkender Auszahlung!

Bisher war die Regelung bis zum 31.12.2017, dass Kindergeld für das laufende Jahr sowie die letzten vier Jahre rückwirkend beantragt und auch – sofern der Anspruch für die gesamte Dauer bestand – von den Familienkassen ausgezahlt werden konnte.

Ab 2018 erfolgt eine Gesetzesänderung, so dass das Kindergeld künftig nur noch für die letzten sechs Monate vor dem Monat der Antragstellung ausgezahlt wird.

Kindergelderhöhung
Zum 01.01.2018 werden die Beträge für das Kindergeld angehoben.


1. und 2. Kind
bis 31.12.2017 –> 192 Euro
ab 01.01.2018 –> 194 Euro

3. Kind
bis 31.12.2017 –> 198 Euro
ab 01.01.2018 –> 200 Euro

ab 4. Kind
bis 31.12.2017 –> 223 Euro
ab 01.01.2018 –> 225 Euro

Quelle: http://www.kindergeld.org/kindergeld-2018.html



Fahrradservice an der Waldorfschule

Die nächsten Termine des Fahrradservice stehen auf der Homepage 

oder: Aufnahme in den Termininformationsletter über hans-j.gregersen@t-online.de

Eine Aktion in Zusammenarbeit mit der Initiative zur Förderung des LADENHOFes a. d. FWS FL e. V.

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Toprope – Kletterkurs an der Waldorfschule
 
für Eltern, SchülerInnen (ab 14 Jahre) und MitarbeiterInnen der FWS.
Am Samstag, den 3.2. und Samstag, den 17.2.2018 jeweils von 9-13 Uhr in der Sporthalle der Schule.
 
Erlernt werden unter Leitung des Klettertrainers Gerhard Mehler Kletter- und Sicherungstechnik beim Toprope-Klettern.
Die Kosten liegen bei 35,– € pro Person, max. 12 TeilnehmerInnen.
 
Mit dem Kurs kann der Toprope-Kletterschein des Deutschen Alpenvereins erworben werden. Mit diesem besteht im Rahmen des Vereinssports die Möglichkeit, die Kletterwand der Schule (auch mit eigenen Kindern) zu nutzen.
 
Kletterneulinge sollten vorab die Gelegenheit nutzen, sich mittwochabends von 18 bis 20 Uhr in der Kletterhalle die Grundfertigkeiten des Toprope-Kletterns anzueignen.
 
Anmeldung und weitere Infos bei Ingo Fliege unter 04632/875087 oder unter i.fliege@web.de

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Wohnungsgesuch:
Vierköpfige Familie (Musikerin und Archäologe, die Kinder sind dann 6 und 9 Jahre alt) zieht zurück in die Region und sucht Haus, Wohnung mit Garten oder Hofgemeinschaft in oder um Flensburg herum. Fahrradentfernung zur Waldorfschule wäre ideal, ab Juli/ August 2018.

Kontakt: Annegret Fischer, 0176-43886268, fischer.annegret@gmx.de


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Eurythmie- Thementag "Die vier Elemente"

Samstag, dem 17. März 2018 14-17 Uhr

Den Kräften und Wirkungen der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft durch Bewegung begegnen. Was haben die vier Temperamente damit zu tun?

Eurythmie: Susanne Stegmeyer.
Ort: Freie Waldorfschule Flensburg, Valentiner Allee 1, Eurythmiesaal.
Kosten: Richtsatz 40,– €

Anmeldung erbeten bis 10. März 2018 unter 04602/ 9679612 oder stegmeyer@gmx.de
Weitere Kurse unter www.heileurythmie-flensburg.de


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Ferienhaus Ostsee:
Wunderschönes, großes Reetdachhaus für 4-6 Personen, großer Garten, weiter Blick, ruhige Lage in einem idyllischen Dorf, ideal für Familien mit Kindern, Erholungssuchende und Wassersportbegeisterte, www.boddenhaus-am-darss.de

Info Familie Pfannenberg – E-Mail: mail@pfannenberg.net, Tel.: 01525-106 23 93


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Mit T'ai Chi entspannt in die Woche

Unter dem Motto "Entspannt in die Woche" findet wöchentlich während der Schulzeit ein kostenfreier T´ai Chi Kurs statt.

Immer montags von 08:00h bis 08:30h, am Freigelände am Amphitheater.

Der Kurs wird von Frau Kerstin Klingenschmid geleitet.
T'ai Chi wirkt gleichermaßen auf Körper, Geist und Seele, eine ganzheitliche Gesundheitsübung, sozusagen Meditation in Bewegung.
Keine Anmeldung erforderlich.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Kultur & Suppe und der INITIATIVE zur Förderung des LADENHOFes an der FWS FL e.V.

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Kleinanzeigen per Mail senden an ...

moka@waldorfschule-flensburg.de

 

 

Adressen, Ansprechpartner

Schulleitungskonferenz (SLK)
Hans-Wilhelm Lange-Mildenstein, Ariane Waldheim, Henrik Köhn, Malte Pontoppidan

Personalkreis (PK)
Petra Janner, Jutta Rohde-Röh, Reinhard Elsler

Vorstand
Reinhard Elsler, Lars Erichsen, Malte Pontoppidan, Stefan Riedel, Lene Wassermann, Marc Weber
Koordination: Henning Fitsch (0461-90325-0)

Elternrat
Ansprechpartner: Kathrin Hungershausen, elternrat[@]waldorfschule-flensburg.de

Vertrauenskreis
Astrid Boderius, Heike Freese, Karola Haack, Achim Langer, Jaime de Sandoval, Michael Schmid   

Redaktion

Reinhard Elsler, Henning Fitsch, Karl-Dietrich Wilske, Andreas Cziepluch

 

 

Redaktionsschluss und -erreichbarkeit

Der nächste Moka erscheint voraussichtlich Anfang März 2018. Beiträge hierfür senden Sie bitte bis zum 26. Februar 2018 an moka[at]waldorfschule-flensburg.de

Bitte senden Sie Ihren Text nur im TXT-Format oder in Form einer Mail (nur Mailtext – nicht als Anhang) ein. Danke !