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Eine Schule rettet ein Dorf
31.08.10 07:57:00 Uhr

Von: Focus.de




Ein Berliner Architekt wählte ein sterbendes Nest in Mecklenburg aus, um eine Schule zu gründen. Als er mit Frau und Kindern hinzog, hatte Lüchow nur vier Einwohner, alle Rentner. Heute drücken 40 Kinder hier die Schulbank.


An der Schule führt kein Weg vorbei. Das moderne, lichtdurchflutete Gebäude dominiert nicht nur den ersten Eindruck, wenn man sich dem Dorf über die Stichstraße nähert, es ist auch das Herz von Lüchow. Ein Kunstherz zwar, aber dafür schlägt es. Denn das winzige Dorf in der Gemeinde Altkalen, Mecklenburg, war schon klinisch tot. Drum herum: viel Landschaft – Felder, Wiesen, Wäldchen – und sonst nichts. Der nächste größere Ort, die Kleinstadt Gnoien (3000 Einwohner, 300 weniger als im Jahre 1350), hat einen historischen Kern, wird aber vor allem wegen des Aldi-Marktes angefahren. Nur noch vier Rentner lebten in Lüchow, an der holprigen Dorfstraße mit den vor sich hin rottenden Ziegelhäuschen. Alles nichts Ungewöhnliches für die ostdeutsche Provinz.

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