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"Freunde sind Entwicklungshelfer"
01.02.11 08:50:00 Uhr

Von: www.zeit.de




Die Psychologin Maria von Salisch erforscht Kinderfreundschaften. Im Gespräch erklärt sie, wie durch frühe Bindungen das moralische Bewusstsein gebildet wird.


ZEIT Wissen: Ab wann nehmen Kinder einander als Freund wahr?
Maria von Salisch: Den Begriff verwenden sie schon relativ früh, etwa mit drei bis vier Jahren.
ZEIT Wissen: Was für ein Verständnis haben sie da von Freundschaft?
von Salisch: Freundschaft bedeutet zunächst einmal Nähe, nicht im psychologischen Sinne, sondern im Sinne von nahe wohnen und oft spielen. Und wenn Kinder sagen: »Gestern war Max mein Freund, aber heute nicht«, dann zeigt das, dass sie ein sehr verhaltensbezogenes Konzept von Freundschaft haben: Freunde sind nett. Und wenn jemand mal nicht nett ist, dann kann er logischerweise kein Freund sein. Aber das ändert sich schnell wieder. Gerade junge Kinder sind Meister der Versöhnung.

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